Der Sommer ist eine wunderbare Zeit für Hunde, um die Natur zu genießen, aber Hitze und Feuchtigkeit können auch zu Hautreizungen führen. Um Hautreizungen bei Hunden in den Sommermonaten vorzubeugen, sind proaktive Maßnahmen erforderlich. Das Verständnis der häufigsten Ursachen und die Umsetzung von Präventionsstrategien können dafür sorgen, dass Ihr pelziger Freund die ganze Saison über gesund und munter bleibt.
Die Ursachen von Hautreizungen verstehen
Verschiedene Faktoren tragen im Sommer zu Hautproblemen bei Hunden bei. Die Identifizierung dieser Ursachen ist der erste Schritt zur Vorbeugung.
- Flöhe und Zecken: Diese Parasiten gedeihen bei warmem Wetter und können starken Juckreiz und Hautentzündungen verursachen.
- Allergien: Saisonale Allergien gegen Pollen, Gräser und Schimmel können allergische Reaktionen auslösen, die zu Hautreizungen führen.
- Hot Spots: Dabei handelt es sich um örtlich begrenzte Bereiche entzündeter, infizierter Haut, die oft durch übermäßiges Lecken und Kratzen verursacht werden.
- Sonnenbrand: Hunde mit kurzem oder hellem Fell sind anfällig für Sonnenbrand, der die Haut schädigen kann.
- Hefe- und bakterielle Infektionen: Hitze und Feuchtigkeit schaffen eine ideale Umgebung für das Wachstum von Hefen und Bakterien, was zu Infektionen führt.
- Kontaktdermatitis: Reizstoffe wie bestimmte Pflanzen oder Chemikalien können Hautreaktionen hervorrufen.
Pflegestrategien für den Sommer
Die richtige Pflege ist wichtig, um die Haut gesund zu halten und Reizungen vorzubeugen. Regelmäßiges Bürsten und Baden hilft, Allergene, Schmutz und überschüssiges Öl zu entfernen, die zu Hautproblemen führen können.
Regelmäßiges Bürsten
Mehrmaliges Bürsten Ihres Hundes pro Woche hilft, lose Haare, Schmutz und Allergene zu entfernen. Dies fördert eine bessere Luftzirkulation und verringert das Risiko von Verfilzungen, die Feuchtigkeit einschließen und die Haut reizen können. Wählen Sie eine Bürste, die zum Fell Ihres Hundes passt.
Badehäufigkeit
Regelmäßiges Baden ist zwar wichtig, doch zu häufiges Baden kann der Haut ihre natürlichen Öle entziehen und zu Trockenheit und Reizungen führen. Ein Bad alle 2–4 Wochen ist in der Regel ausreichend, es sei denn, Ihr Hund wird besonders schmutzig. Verwenden Sie ein mildes, hypoallergenes Hundeshampoo.
Shampoo-Auswahl
Die Wahl des richtigen Shampoos ist entscheidend. Vermeiden Sie Shampoos mit aggressiven Chemikalien, Duftstoffen und Farbstoffen. Wählen Sie Shampoos mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Haferflocken, Aloe Vera oder Kamille. Bei Hunden mit bestimmten Hauterkrankungen können medizinische Shampoos erforderlich sein. Sprechen Sie jedoch vorher mit Ihrem Tierarzt.
Trocknungstechniken
Das gründliche Trocknen Ihres Hundes nach dem Baden ist wichtig, damit sich keine Feuchtigkeit auf der Haut festsetzt. Entfernen Sie überschüssiges Wasser mit einem Handtuch und föhnen Sie anschließend mit einem kalten oder warmen (nicht heißen) Föhn. Halten Sie den Föhn dabei in Bewegung, um eine Überhitzung einzelner Stellen zu vermeiden. Stellen Sie sicher, dass die Unterwolle vollständig trocken ist.
Ernährung und Flüssigkeitszufuhr
Eine gesunde Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielen eine wichtige Rolle für die Hautgesundheit. Wenn Sie sicherstellen, dass Ihr Hund die notwendigen Nährstoffe erhält und ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, können Sie das Risiko von Hautproblemen deutlich reduzieren.
Ausgewogene Ernährung
Füttern Sie Ihren Hund mit hochwertiger, ausgewogener Nahrung, die seinen Nährstoffbedarf deckt. Achten Sie auf Hundefutter, das essentielle Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 enthält, die wichtig für die Hautgesundheit sind. Besprechen Sie mit Ihrem Tierarzt die optimale Ernährung für Alter, Rasse und Aktivitätsniveau Ihres Hundes.
Flüssigkeitszufuhr
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund jederzeit Zugang zu frischem, sauberem Wasser hat, insbesondere bei heißem Wetter. Dehydration kann zu trockener Haut führen und Ihren Hund anfälliger für Reizungen machen. Nehmen Sie beim Spaziergang Wasser mit und bieten Sie es ihm regelmäßig an.
Ergänzungen
In manchen Fällen können Nahrungsergänzungsmittel die Hautgesundheit verbessern. Omega-3-Fettsäuren-Präparate können Entzündungen lindern und die Hautbarrierefunktion verbessern. Probiotika können zudem die Darmgesundheit fördern, was sich indirekt positiv auf die Haut auswirkt. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie Ihrem Hund Nahrungsergänzungsmittel geben.
Umweltmanagement
Die Kontrolle der Umgebung Ihres Hundes kann dazu beitragen, die Belastung durch Allergene und Reizstoffe zu minimieren. Dazu gehört die Steuerung seiner Aktivitäten im Freien, die Sauberkeit seines Lebensraums und der Schutz vor der Sonne.
Vermeidung von Allergenen
Wenn Ihr Hund unter saisonalen Allergien leidet, versuchen Sie, ihn vor Pollen, Gräsern und Schimmel zu schützen. Vermeiden Sie Spaziergänge in Gebieten mit hoher Pollenbelastung, insbesondere während der Allergiesaison. Wischen Sie Pfoten und Fell nach Aktivitäten im Freien mit einem feuchten Tuch ab, um Allergene zu entfernen.
Wohnbereiche sauber halten
Reinigen Sie regelmäßig das Bettzeug, Spielzeug und den Wohnbereich Ihres Hundes, um Staubmilben, Allergene und Bakterien zu entfernen. Waschen Sie das Bettzeug in heißem Wasser und trocknen Sie es gründlich ab. Saugen Sie Teppiche und Vorleger regelmäßig ab. Verwenden Sie hypoallergene Bettwaren und Reinigungsprodukte.
Sonnenschutz
Schützen Sie Ihren Hund vor Sonnenbrand, indem Sie ihn möglichst wenig direkter Sonneneinstrahlung aussetzen, insbesondere während der heißesten Tageszeit. Tragen Sie hundefreundliche Sonnencreme auf Bereiche mit dünnem oder hellem Fell auf, wie Ohren, Nase und Bauch. Sorgen Sie für Schatten, wenn Ihr Hund draußen ist.
Schädlingsbekämpfung
Sorgen Sie das ganze Jahr über für eine wirksame Floh- und Zeckenbekämpfung. Verwenden Sie vom Tierarzt empfohlene Produkte und befolgen Sie die Anweisungen sorgfältig. Untersuchen Sie Ihren Hund regelmäßig auf Flöhe und Zecken, insbesondere nach dem Aufenthalt im Freien. Erwägen Sie eine Behandlung Ihres Gartens, um die Schädlingspopulation zu reduzieren.
Erkennen und Beheben von Hotspots
Hot Spots sind im Sommer ein häufiges Hautproblem bei Hunden. Um eine Verschlimmerung zu verhindern, sind frühzeitige Erkennung und Behandlung unerlässlich.
Hotspots identifizieren
Hot Spots erscheinen typischerweise als rote, entzündete und feuchte Hautstellen. Sie können jucken und schmerzen, sodass Ihr Hund die betroffene Stelle leckt, kratzt oder beißt. Häufige Stellen sind Gesicht, Beine und Schwanzansatz.
Behandlung
Wenn Sie eine Hot Spot bemerken, stutzen Sie das Fell um die betroffene Stelle, um die Luftzirkulation zu verbessern. Reinigen Sie die betroffene Stelle mit einer milden antiseptischen Lösung, die Ihr Tierarzt Ihnen empfiehlt. Tragen Sie ein lokales Antibiotikum oder eine entzündungshemmende Creme nach Anweisung Ihres Tierarztes auf. Verhindern Sie mit einem Halskragen (Kegel), dass Ihr Hund die betroffene Stelle leckt oder kratzt.
Verhütung
Um Hot Spots vorzubeugen, müssen die zugrunde liegenden Ursachen wie Allergien, Flöhe und übermäßiges Lecken angegangen werden. Regelmäßige Fellpflege, richtige Ernährung und eine wirksame Flohbekämpfung können das Risiko von Hot Spots verringern. Behandeln Sie Hautreizungen oder Allergien umgehend, um eine Verschlimmerung zu verhindern.
Wann Sie einen Tierarzt aufsuchen sollten
Obwohl viele Hautprobleme zu Hause behandelt werden können, ist es wichtig zu wissen, wann man professionelle tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte.
- Wenn die Hautreizung stark oder weit verbreitet ist.
- Wenn sich der Zustand durch die Behandlung zu Hause nicht verbessert.
- Wenn Anzeichen einer Infektion vorliegen, wie Eiter, Fieber oder Lethargie.
- Wenn Ihr Hund übermäßigen Juckreiz oder Unwohlsein verspürt.
- Wenn Sie sich über die Ursache des Hautproblems nicht sicher sind.
Ihr Tierarzt kann die zugrunde liegende Ursache der Hautreizung diagnostizieren und den am besten geeigneten Behandlungsplan empfehlen. Dies kann Medikamente, Allergietests oder andere Therapien umfassen.