Flugreisen können für jeden Hund stressig sein, doch für ältere Hunde stellen sie besondere Herausforderungen dar. Mit zunehmendem Alter können unsere vierbeinigen Begleiter eingeschränkte Mobilität, zunehmende Angstzustände und andere gesundheitliche Probleme erfahren, die das Fliegen zu einer beängstigenden Erfahrung machen können. Um älteren Hunden eine angenehme Flugreise zu ermöglichen, ist sorgfältige Planung und Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse erforderlich. Dieser Leitfaden bietet umfassende Tipps für eine möglichst sichere und stressfreie Reise Ihres älteren Hundes und deckt alles ab – von der Flugvorbereitung über die Betreuung während des Fluges bis hin zur Erholung nach dem Flug.
Vorbereitungen vor dem Flug: So sorgen Sie für eine reibungslose Reise
Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, wenn Sie mit einem älteren Hund fliegen. Ein gut vorbereiteter Hund hat eine angenehme und sichere Reise. Dazu gehören tierärztliche Untersuchungen, die Eingewöhnung Ihres Hundes in die Transportbox und das Verständnis der Flugbestimmungen.
Tierärztliche Beratung: Ein Muss
Bevor Sie einen Flug buchen, vereinbaren Sie eine gründliche tierärztliche Untersuchung für Ihren älteren Hund. Ihr Tierarzt kann den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Hundes beurteilen, mögliche Risiken einer Flugreise identifizieren und Ihnen auf seinen individuellen Zustand zugeschnittene Empfehlungen geben. Besprechen Sie auch Vorerkrankungen wie Arthritis, Herzprobleme oder Atemwegserkrankungen.
- Gesundheitszeugnis: Besorgen Sie sich ein Gesundheitszeugnis von Ihrem Tierarzt, da die meisten Fluggesellschaften ein solches verlangen, das innerhalb von 10 Tagen vor Reiseantritt ausgestellt wurde.
- Medikamente: Stellen Sie sicher, dass Sie über einen ausreichenden Vorrat aller notwendigen Medikamente sowie Rezepte und klare Anweisungen zur Einnahme verfügen.
- Impfausweis: Führen Sie Kopien des Impfausweises Ihres Hundes mit, da diese von der Fluggesellschaft oder an Ihrem Zielort verlangt werden können.
Akklimatisierung des Trägers: Dem Träger einen sicheren Ort schaffen
Die Transportbox sollte für Ihren älteren Hund ein sicherer und vertrauter Ort sein. Gewöhnen Sie ihn rechtzeitig vor dem Flug an die Box. Das reduziert Ängste und sorgt für mehr Komfort während der Reise.
- Führen Sie die Transportbox schrittweise ein: Stellen Sie die Transportbox in einen vertrauten Bereich Ihres Zuhauses und ermutigen Sie Ihren Hund, sie zu erkunden.
- Positive Verstärkung: Verwenden Sie Leckerlis, Spielzeug und Lob, um positive Assoziationen mit der Transportbox zu schaffen.
- Kurze Ausflüge: Machen Sie mit Ihrem Hund kurze Autofahrten in der Transportbox, um ihn weiter an das Reisen darin zu gewöhnen.
Vorschriften und Beschränkungen der Fluggesellschaften: Die Regeln kennen
Jede Fluggesellschaft hat eigene Vorschriften und Einschränkungen für die Mitnahme von Haustieren. Informieren Sie sich vor der Buchung gründlich darüber, um Überraschungen oder Komplikationen zu vermeiden.
- Größen- und Gewichtsbeschränkungen: Beachten Sie die Größen- und Gewichtsbeschränkungen der Fluggesellschaft für Haustiere, die in der Kabine oder als Fracht reisen.
- Rassenbeschränkungen: Einige Fluggesellschaften haben Rassenbeschränkungen, insbesondere für brachyzephale (kurznasige) Rassen, die anfälliger für Atemprobleme sind.
- Gesundheitsanforderungen: Informieren Sie sich über die Gesundheitszeugnisse und Impfanforderungen der Fluggesellschaft.
- Vorausbuchung: Buchen Sie die Reise Ihres Hundes rechtzeitig im Voraus, da Fluggesellschaften oft nur eine begrenzte Anzahl an Haustieren pro Flug zulassen.
Komfort an Bord: Für einen entspannten Flug
Achten Sie während des Fluges darauf, dass sich Ihr älterer Hund so wohl und ruhig wie möglich fühlt. Dazu gehört eine sorgfältige Pflege seiner Umgebung und die sofortige Reaktion auf Anzeichen von Stress.
Komfortables Trage-Setup: Schaffen Sie eine gemütliche Umgebung
Stellen Sie sicher, dass die Transportbox bequem und gut für Ihren älteren Hund ausgestattet ist. So kann er sich während des Fluges entspannen und sicher fühlen.
- Weiche Unterlage: Legen Sie die Trage mit weicher, saugfähiger Unterlage aus, beispielsweise einer vertrauten Decke oder einem Handtuch.
- Saugeinlagen: Legen Sie Saugeinlagen in die Trage, um eventuelle Unfälle zu vermeiden.
- Vertrautes Spielzeug: Geben Sie Ihrem Kind ein Lieblingsspielzeug oder einen Kaugegenstand mit, um es zu trösten und abzulenken.
Angst bewältigen: So halten Sie Ihren Hund ruhig
Flugreisen können für ältere Hunde stressig sein. Daher ist es wichtig, ihre Angst effektiv zu kontrollieren. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach möglichen angstlösenden Medikamenten oder Beruhigungsmitteln.
- Pheromonprodukte: Erwägen Sie die Verwendung von Pheromonsprays oder -halsbändern, die dazu beitragen können, die Angst bei Hunden zu reduzieren.
- Beruhigende Leckerlis: Einige beruhigende Leckerlis enthalten natürliche Inhaltsstoffe wie Kamille oder L-Theanin, die zur Beruhigung ängstlicher Hunde beitragen können.
- Beruhigung: Sprechen Sie mit ruhiger, beruhigender Stimme mit Ihrem Hund und beruhigen Sie ihn während des gesamten Fluges sanft.
Flüssigkeitszufuhr und Toilettenpausen: Grundbedürfnisse erfüllen
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die Möglichkeit, sich zu erleichtern, sind für das Wohlbefinden Ihres älteren Hundes während der Flugreise unerlässlich. Planen Sie entsprechend, um diesen Bedarf zu decken.
- Wasser: Bieten Sie Ihrem Haustier regelmäßig kleine Mengen Wasser an, insbesondere auf langen Flügen. Verwenden Sie am besten einen auslaufsicheren Wassernapf oder eine spezielle Wasserflasche für Haustiere.
- Toilettenpausen: Planen Sie Toilettenpausen vor und nach dem Flug ein. Wenn möglich, beantragen Sie einen längeren Aufenthalt, um eine zusätzliche Pause zu ermöglichen.
- Abfallsäcke: Tragen Sie Abfallsäcke und Reinigungsmittel bei sich, um eventuelle Unfälle schnell und verantwortungsvoll beseitigen zu können.
Gesundheitsaspekte: Überwachung des Wohlbefindens Ihres Hundes
Ältere Hunde sind anfälliger für gesundheitliche Probleme. Daher ist es wichtig, ihr Wohlbefinden während Flugreisen genau zu überwachen. Achten Sie auf mögliche Probleme und wissen Sie, wie Sie reagieren können.
Reisekrankheit: Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit
Reisekrankheit kann bei Hunden während Flugreisen ein häufiges Problem sein. Wenn Ihr Hund anfällig für Reisekrankheit ist, ergreifen Sie Maßnahmen, um sie zu verhindern oder zu behandeln.
- Medikamente: Fragen Sie Ihren Tierarzt nach Medikamenten gegen Übelkeit, die für ältere Hunde unbedenklich sind.
- Leichte Mahlzeit: Geben Sie Ihrem Hund mehrere Stunden vor dem Flug eine leichte Mahlzeit, um einen leeren Magen zu vermeiden, der die Übelkeit verschlimmern kann.
- Frische Luft: Sorgen Sie nach Möglichkeit während der Zwischenstopps für Zugang zu frischer Luft, um Übelkeit zu lindern.
Atemwegsprobleme: Sicherstellung einer ausreichenden Luftzirkulation
Ältere Hunde mit Atemwegsproblemen, wie z. B. brachyzephale Rassen, sind bei Flugreisen besonders anfällig für Atemprobleme. Treffen Sie zusätzliche Vorkehrungen, um eine ausreichende Luftzirkulation zu gewährleisten.
- Gut belüftete Transportbox: Wählen Sie eine Transportbox mit ausreichender Belüftung, damit Ihr Hund leicht atmen kann.
- Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten: Vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten vor und während des Fluges, da diese Atemprobleme verschlimmern können.
- Atmung überwachen: Beobachten Sie die Atmung Ihres Hundes genau auf Anzeichen von Beschwerden, wie beispielsweise schnelles oder mühsames Atmen.
Temperatursensitivität: Aufrechterhaltung einer angenehmen Temperatur
Ältere Hunde reagieren oft empfindlicher auf Temperaturschwankungen. Daher ist es wichtig, während einer Flugreise eine angenehme Temperatur für sie aufrechtzuerhalten.
- Passende Kleidung: Ziehen Sie Ihrem Hund passende Kleidung an, beispielsweise einen Pullover oder Mantel, damit er in kalten Umgebungen warm bleibt.
- Überhitzung vermeiden: Vermeiden Sie Überhitzung, indem Sie für ausreichende Belüftung sorgen und Zugang zu Wasser ermöglichen.
- Körpertemperatur überwachen: Überwachen Sie die Körpertemperatur Ihres Hundes auf Anzeichen von Unterkühlung oder Überhitzung.
Nachsorge nach dem Flug: So helfen Sie Ihrem Hund bei der Genesung
Konzentrieren Sie sich nach dem Flug darauf, Ihrem älteren Hund zu helfen, sich zu erholen und sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Dazu gehört, ihm einen angenehmen Platz zu bieten, seinen Gesundheitszustand zu überwachen und auf Stresssymptome zu reagieren.
Ruhe und Entspannung: Für eine ruhige Umgebung sorgen
Bieten Sie Ihrem älteren Hund nach dem Flug einen ruhigen, bequemen Platz zum Ausruhen und Entspannen. So kann er sich vom Reisestress erholen.
- Vertraute Umgebung: Schaffen Sie eine vertraute Umgebung, indem Sie Ihr Kind mit seinen Lieblingsspielzeugen, -decken und -bettwäsche umgeben.
- Stress minimieren: Minimieren Sie Stress, indem Sie laute Geräusche, plötzliche Bewegungen und andere potenzielle Auslöser vermeiden.
- Qualitätszeit: Verbringen Sie wertvolle Zeit mit Ihrem Hund und geben Sie ihm sanfte Beruhigung und Zuneigung.
Flüssigkeitszufuhr und Ernährung: Ersatz verlorener Flüssigkeiten und Nährstoffe
Sorgen Sie dafür, dass Ihr älterer Hund nach dem Flug Zugang zu frischem Wasser und nahrhaftem Futter hat. Dies hilft ihm, verlorene Flüssigkeit und Nährstoffe wieder aufzufüllen.
- Frisches Wasser: Stellen Sie Ihrem Hund nach dem Flug ausreichend frisches Wasser zur Verfügung, damit er wieder Flüssigkeit zu sich nehmen kann.
- Ausgewogene Ernährung: Füttern Sie Ihren Hund mit einer ausgewogenen Ernährung, die seinem Alter und Gesundheitszustand entspricht.
- Kleine Mahlzeiten: Bieten Sie häufig kleine Mahlzeiten an, um eine Überlastung des Verdauungssystems zu vermeiden.
Gesundheitsüberwachung: Achten Sie auf Anzeichen von Stress
Beobachten Sie den Gesundheitszustand Ihres älteren Hundes nach dem Flug genau auf Anzeichen von Unwohlsein. Wenden Sie sich bei besorgniserregenden Symptomen an Ihren Tierarzt.
- Appetit und Durst: Achten Sie auf signifikante Veränderungen bei Appetit und Durst.
- Atmung und Herzfrequenz: Beobachten Sie die Atmung und Herzfrequenz des Tieres auf Anzeichen von Stress.
- Verhalten: Achten Sie auf Verhaltensänderungen wie Lethargie, Angst oder Aggression.